Niederlage im ersten Semifinalspiel – Do or Die in Fürstenfeld

Es war das erwartet heiße Spiel der COLDAMARIS Dragonz gegen die Lopoca Panthers Fürstenfeld, und das bessere Ende hatten (wieder einmal) die Gäste für sich. 77:80 ging das erste Semifinale knapp verloren, jetzt heißt es in Fürstenfeld am kommenden Sonntag bereits siegen oder fliegen. Wir hoffen daher auf eine zahlreiche Unterstützung unserer Fans bei diesem so wichtigen Auswärtsspiel, es wird eine Fanbusfahrt in die Oststeiermark geben!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der OSR Group, die für diese Partie die Spieltagspatronanz übernahm. https://www.osr.at/.

Von Beginn weg war diese Begegnung ein offener Schlagabtausch. Der 16-jährige Fynn Schott eröffnete die Partie mit den ersten Punkten für die Panthers, Kyran McClure hielt dagegen, und in diesem Rhythmus ging es einmal weiter. Nach fünf Spielminuten stand es 11:11. In der 7. Minute übernahmen die Dragonz erstmals die Führung (14:13), bis zum Ende des ersten Abschnitts konnte ein kleiner Vorsprung herausgespielt werden, 21:18. Im 2. Viertel zeigten die Einheimischen dann ihre beste Performance, beim Stand von 35:34 lieferten sie 9 Punkte in Folge ab und zogen auf +10 davon. Sebastian Kunc setzte mit einem Dreier-Buzzer-Beater noch einen drauf und so ging es mit +14 und dem Stand von 51:37 in die Kabine.

Mit dem Start in die 2. Halbzeit zeigten beide Teams ein völlig anderes Gesicht. Zehn schnelle Punkte der Panthers brachten sie in nur zweieinhalb Minuten wieder in Schlagweite. Eine Auszeit von Coach Felix Jambor sollte den Lauf der Fürstenfelder stoppen, dies gelang aber nur bedingt, immerhin scorten die Dragonz ihre ersten Punkte in diesem Viertel. Doch es sollte noch schlimmer kommen, die Panthers übernahmen in Minute 25 die Führung und scorten neuerlich neun Punkte in Folge, und so lagen unsere Burschen zwei Minuten vor Viertelende 57:65 zurück, mit zuvielen Turnovers und vergebenen Chancen machten sie sich selbst das Leben schwer. Wenigstens konnte der Lauf der Gäste nun gestoppt werden, und mit einem Lay-Up mit der Sirene hielt McClure den Rückstand mit -8 in Grenzen (61:69). 10:32 lautete der Score im dritten Viertel.

Im letzten Spielabschnitt ging es dann nochmals so richtig zur Sache. Beide Mannschaften intensivierten ihre Defense, die Dragonz verteidigten nun verbissen und mit wesentlich mehr Erfolg, doch vorne ging es zäh weiter. In der 37 Spielminute glichen die Eisenstäter die Partie aus (73:73), eineinhalb Minuten vor Spielende übernahmen sie mit +2 auch wieder Führung (77:75). Die Gäste verwarfen beim nächsten Angriff, doch anstatt nun den Abstand zu vergrößern folgte wieder ein Turnover, als McClure kurz der Ball aus der Hand geschlagen wurde und er danach ins Seitenout stieg. 28 Sekunden vor Schluss nahmen die Fürstenfelder das nächste Timeout, und sie trafen im nächsten Angriff von hinter der Dreierlinie, es sollte der „Neckbreaker“ in diesem Spiel sein. Auszeit von Jambor bei -1 und noch 17 Sekunden zu spielen. Einwurf von der Endlinie, die Dragonz könnten die Uhr herunterspielen, doch ein Pass wurde ins Out abgelenkt. Einwurf von der Baseline, Petar Zivkovic bekam den Ball und ging zum Korb, doch gegen eine gute Verteidigung war sein Lay-up zu kurz. Im Kampf um den Rebound beging er ein Foul, nach einem neuerlichen Timeout Einwurf der Steirer im Vorfeld, es ging noch fünf Sekunden. Andrija Blatancic wurde unmittelbar nach dem Einwurf, um die Spieluhr zu stoppen, gefoult, er verwandelte jedoch beide Freiwürfe. Jambor nahm eine letzte Auszeit vier Sekunden vor Spielende, doch der letzte Spielzug konnte nicht durchgezogen werden und der notwendige Dreipunkter von McClure, um eine Verlängerung zu erzwingen, fiel nicht. Damit endete das Spiel 77:80 aus Sicht der Eisenstädter, sie müssen nun mit einem Sieg in Fürstenfeld das Heimrecht zurückerobern und so ein drittes und entscheidendes Spiel erzwingen.

Fazit: Ein verkorkstes drittes Viertel und eine zu schwache Wurfquote unter 50% vereitelten den ersten Sieg der Dragonz gegen Fürstenfeld, die Chancen dazu waren bis zum Spielende vorhanden. Blatancic und Fredrick Sims stellten die Defense der Dragonz zeitweise vor große Probleme, sie gilt es im nächsten Spiel besser in Schach zu halten. Bei den Eisenstädtern lieferte Kyran McClure wieder 27 Punkte ab, sehr stark dieses Mal auch Routinier Petar Cosic mit 14 Punkten und 7 Assists. Beide Guards überzeugten auch am Rebound mit 7 bzw. 6 gepflückten Bällen, insgesamt jedoch konnten die Gäste in dieser Rubrik besser abschneiden (34:42).

Headcoach Felix Jambor: „Wieder mal ein Spiel wie eine Achterbahnfahrt gegen Fürstenfeld, mit dem leider wieder schlechteren Ende für uns. Wir haben eine hervorragende erste Hälfte gespielt, haben uns dann leider im dritten Viertel ein Loch gegraben, aber Kompliment an meine Mannschaft, wie wir dann noch einmal zurückgekommen sind. Mit viel Einsatz und Herz und guten Plays haben wir das Spiel noch einmal gedreht und haben uns die Führung zurückgeholt. Aber dann muss man einfach Fürstenfeld gratulieren, dass sie diesen entscheidenden Dreier treffen. Aber die Serie ist noch nicht vorbei, wir werden uns gut vorbereiten und nächste Woche nach Fürstenfeld fahren und alles daransetzen, dass wir noch einmal nachhause in Allsportzentrum können, um die Serie zu entscheiden.“

Dragisa Najdanovic: „Die Serie steht jetzt nicht zu unseren Gunsten – 0:1. Aber nächstes Wochenende haben wir die Chance, das zu verbessern und auf 1:1 zu stellen. Für die Entscheidungspartie in zwei Wochen sehen wir uns dann wieder in der Halle.“

COLDAMARIS BBC Nord Dragonz vs. Lopoca Panthers Fürstenfeld 77:80 (21:18, 51:37, 61:69)
Scorer Dragonz: McClure 27, Cosic 14, Kolaric 9, Zivkovic 8, Najdanovic, Knor je 7, Kunc 3, Roberts 2
Scorer Panthers: Blatancic 24, Sims Jr. 20, Hajder 15, Schott F. 11, Nagler 7, Manjgo 3

Stand in der Semifinalserie: 0:1

Hier geht es zur Spielstatistik.

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